Zechbarth
All die Jahre in Kaschemmen und Spelunken
Lichter an, Schädel aus
Frustriert und isoliert sitz' ich beim Bier versunken
Ein Therapiegespräch mit dem Kööm
bringt mich zurück ins Leben
lässt mich wieder König sein
mit meinen Untertanen reden
Den Aschenbecher ausgeleckt,
nicht nur Gläser sind gebrochen
Ich komm' heute nüchtern heim,
hab's mir doch versprochen
Die Besten trinken immer aus, ich bin noch heute dabei
der Vierkant im Gedeck und mir ist alles einerlei
Jeden Tag bin ich im Suff, gröhlend-lallender Gesang
die Leute fragen mich warum ich so bin wie ich bin... na, weil ich's kann
Die Nacht kommt hart, mein Geist wird schwach
ein Leben liegt in Scherben
Erinnerungen ausgelöscht, an's seien und an's werden
Nur der Wirt hört mir noch zu
lächelt sanft und schenkt mir immer wieder ein
solange ich habe was er will
danach bin ich wieder allein
Von klein auf an habe ichs gelernt
das System fungiert als Dealer
füttert mich mit bunten Bildern
immer und immer wieder
So läuft mein Leben strikt nach Plan
stumpf und dumpf, gewollt sediert
um nicht weiter nachzudenken
was um mich herum passiert
Und so vergifte ich mich selbst
angeprangert, doch von der Gesellschaft akzeptiert
erst missbraucht, danach entsorgt
wie es hier, jeden Tag passiert
Denn von klein auf an, hab ichs gelernt
mein Staat als legaler Dealer
fixt mich an mit bunten Bildern
immer und immer wieder